… mehr vom Garten
Wie du mehr gesundes Gemüse
in deinem Garten anbaust!

Tipps:Für Dein Frühbeet

Durch ein Frühbeet wird Deine Gartensaison wesentlich verlängert. Je nach Region und Witterung kannst Du schon ab Februar/März Gemüse- oder Blumensamen ausbringen und Setzlinge ziehen. Saatgut und Pflanzen sind vor Wind, Regen, Hagel und Unterspülen geschützt. Auch Vögel und Schnecken werden weitestgehend ferngehalten.

Sobald die Temperaturen höher sind, kannst Du die Pflänzchen in ein Beet umsetzen. Im Gegensatz zu einer Pflanzenaufzucht auf der Fensterbank sind sie dann schon abgehärtet. Selbst im Spätherbst sorgt das wärmende Mikroklima für frisches Gemüse aus Deinem Minitreibhaus.

In den kalten Monaten leistet ein Frühbeetkasten ebenfalls gute Dienste. So kannst Du zum Beispiel Dein Wintergemüse darin lagern.

Sollte Dein Garten ein beliebter Besuchsort für Schnecken sein, ist es ratsam, einen Schneckenzaun um das Frühbeet zu ziehen.

Wo ist der nutzbringendste Ort und wann solltest du Dein Frühbeet anlegen?

Der gewählte Platz sollte geebnet und unbedingt sonnig und windgeschützt in Ost-West-Richtung liegen. Dabei zeigen die Rückwand des Frühbeetkastens nach Norden und die Vorderseite nach Süden.

Da ein Frühbeet das gesamte Jahr über Nutzungsmöglichkeiten bietet, kann es jederzeit und in jeder Jahreszeit vorbereitet und angelegt werden. Allerdings gibt es einen guten Grund, sich für den Juli in Verbindung mit der Sommerbepflanzung oder den Herbst zu entscheiden. Im Frühjahr erschwert oft Frost und Nässe das Einrichten und die rechtzeitige Frühjahrssaat ist gefährdet.

Welches Erdreich ist für Dein Frühbeet das Richtige?

Bevor Du den Boden mit Erde auffüllst, gilt es zu entscheiden, ob Du ein Kaltbeet oder ein Warmbeet anlegen möchtest.

  1. Dein Frühbeet als Kaltbeet

    Ein Kaltbeet wird in erster Linie nur durch die Sonne erwärmt und kann ohne viel Aufwand eingerichtet werden.

    Hier ist im zeitigen Frühjahr eine Dämmung der Außenseiten und zusätzlich der Scheiben bei Nacht zu empfehlen. Geeignetes Material sind Luftpolsterfolie, Stroh- oder Schilfgrasmatten.

  2. Dein Frühbeet als Warmbeet

    Ein Warmbeet besitzt eine natürliche Bodenheizung aus organischen Schichten.

    Diese wird von Mikroorganismen zersetzt, wobei Wärme und Kohlendioxid entstehen, und an die Oberfläche abgeleitet werden. Saatgut und Jungpflanzen finden hierbei beste Entwicklungschancen.

    Solch ein Beet errichtest Du, indem Du eine etwa 80 cm tiefe Grube aushebst und sie schichtweise mit 5 cm Laub, 50 cm Pferdemist, 5 cm Humus oder Laub sowie 20 cm Erde befüllst. So erzielst Du für 6 – 8 Wochen wärmende Bodenverhältnisse. Eine zusätzliche Dämmung schadet hier ebenfalls nicht.

    Erkundige Dich nach der Herkunft des Pferdemistes, er darf keine Rückstände von Herbiziden gegen Greiskraut, auch Kreuzkraut genannt, besitzen.

In beiden Beetarten ist für junge Gemüsepflanzen humusreicher Gartenboden ein empfehlenswertes Fundament. Er sollte unkrautfrei und gut gelockert sein.

Saatgut bevorzugt wiederum mineralische Aussaat- und Anzuchterde, die keimfrei, nährstoffarm und wasserdurchlässig ist.

Du kannst beide Beetvarianten direkt kultivieren aber auch Frühbeetkästen zur Anzucht verwenden. Zwischen Erde und Fenster sollten jedoch mindestens 15 cm Lüftungsabstand eingehalten werden.

Wie viel ist nötig? Gießen, Düngen, Licht und Lüften

  1. Gießen:

    Du solltest Deine Pflanzen immer am Morgen gießen, da sie so genügend Zeit zum Abtrocknen haben und vor Fäulnis geschützt sind. An heißen Tagen kannst Du nach Sonnenuntergang nochmals bewässern. Wenn vorhanden, bietet sich handwarmes Regenwasser an.

    An kühlen Tagen und bei Regen muss nicht gegossen werden.

  2. Dünger:

    Für die meisten Samen und Jungpflanzen besitzt Dünger zu viele Nährstoffe, wodurch sich die Wurzeln schwächer ausbilden. Hier ist weniger mehr!

  3. Schatten:

    Bei starker Sonneneinstrahlung ist es wichtig für Schatten zu sorgen, da die Pflanzen sonst verbrennen können.

  4. Lüften:

    Gelüftet darf nur bei frostfreiem Wetter werden. Ab Ende März kannst Du an sonnigen Tagen die Fenster für mehrere Stunden hochstellen, um die Pflanzen abzuhärten. Jedoch sollten sie vor Wind geschützt sein.

    An heißen Tagen darfst Du das Lüften keinesfalls vergessen. Ein Frühbeet überhitzt sehr schnell. Die Innentemperatur sollte 22 – 25 °C nicht überschreiten.

    Ein automatischer, temperaturabhängiger Fensterheber erleichtert Dir die Arbeit und Kontrolle ungemein.