… mehr vom Garten
Wie du mehr gesundes Gemüse
in deinem Garten anbaust!

Tipps für dein Hochbeet

Hochbeete sind durch Ihre Gestaltungsmöglichkeiten genial und versprechen optimales Pflanzenwachstum sowie reichlichen Ernteerfolg. Gegenüber der ebenerdigen Pflanzenzucht profitiert ein Hochbeet von der Entfernung zum Erdboden. Seine Anbaufläche wird intensiver durch die Sonne erwärmt, ist zu Beginn des Gartenjahres früher frostfrei und selbst im Spätherbst vor Bodenfrost geschützt.

Frühzeitige Ernteerfolge garantieren im Sommer die zweite Saat bzw. das Einsetzen von vorgezogenen Jungpflanzen, die bis zur letzten Pflanzetappe im Herbst Gemüsefrüchte tragen und nun ihren Platz für Kohl oder Wurzelgemüse freigeben.

Tipps: Für Dein Frühbeet

Themen:

  1. Wo ist der nutzbringendste Ort?
  2. Wann ist der richtige Zeitpunkt?
  3. Wie du Dein Hochbeet richtig befüllst- Die 6 Schichten im Überblick
  4. Gießen, Düngen, Licht und Lüften
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Dein Hochbeet Wann und wo aufbauen?

Ein Hochbeet legst Du vorzugsweise im Herbst oder zeitigem Frühjahr an. Vor dem Winter fallen jede Menge Gartenabfälle, Äste und Laub an, die zum Befüllen eines Hochbeetes dienen.

Bei der Wahl des Standortes solltest Du nicht nur die optischen Faktoren in Betracht ziehen. Deine Pflanzen belohnen Dich mit reicher Ernte, wenn Du einen sonnigen Platz wählst und die Längsseite des Hochbeetes in Nord-Süd-Richtung ausrichtest. So nutzt Du den Lauf der Sonne bestens aus.

Ein ebener Untergrund ist sowohl für die Statik wichtig, als auch für die Verteilung von Nährstoffen und Feuchtigkeit.

Aufbauen und Befüllen Alles was Du dafür wissen musst

Ein Hochbeet ist nicht abhängig von der Bodenqualität Deines Gartens. Es wird schichtweise befüllt. Dabei beruht der hohe Ertrag vor allem auf den unteren organischen Bodenschichten. Deren Zersetzungsprozesse erzeugen Kohlendioxidgas und damit Wärme, die die Bodentemperatur um 5 bis 8 °C erhöht.

Dank dieser Kompostierungswärme kannst Du schon im zeitigen Frühjahr mit der Bewirtschaftung beginnen. Das gute Bodenklima im Hochbeet sorgt für viele Nährstoffe und ein rasches Pflanzenwachstum.

Um Eindringlinge wie Wühlmäuse, Maulwürfe und andere Nager von Pflanzenwurzeln und Gemüseknollen fernzuhalten, stellst Du das Hochbeet auf ein engmaschiges Drahtgitter oder legst dieses im Innenbereich aus, biegst es an den Seiten nach oben und befestigst es am Rand.

Die Stärke der einzelnen Lagen hängt von der Höhe Deines Hochbeetes ab. Für 80 - 100 cm kannst Du die Schichten wie folgt einbringen:

  1. Die Dränageschicht:
    Bei stark verdichtetem oder lehmhaltigem Unterboden, bietet sich eine Schicht aus Kies, Tonscherben sowie Hydrokultur an, um Staunässe zu vermeiden.
  2. Die Basisschicht:
    20 - 25 cm Äste und Zweige, die Du mit umgedrehten Grassoden oder etwas Erde gut verdichtest.
  3. Die darauffolgende Schicht:
    Etwa 20 cm Herbstlaub, halb zersetzter, gehäckselter Strauch- und Staudenschnitt ohne Samen und Wurzeln und, falls vorhanden, Stroh.
  4. Die Mittelschicht:
    10 - 15 cm verrotteter Stallmist oder grober Kompost.
    Beigemischter, zerkleinerter unbedruckter Karton speichert Feuchtigkeit, beschleunigt den Zersetzungsprozess und damit die Humusbildung.
  5. Die vorletzte Schicht:
    Bis zu 15 cm Komposterde oder grober Kompost mit Gartenerde vermischt.
  6. Die Pflanzschicht:
    Sie besteht aus Gartenerde, Blumenerde oder Bio-Hochbeeterde, die bis zum Rand aufgefüllt wird.
    Verwende keine minderwertige Erde, sie verklumpt und beschädigt die feinen Wurzelhärchen Deiner Pflanzen.
Solange Du die Beetbefüllung nicht verdichtet hast, lasse die Folie im oberen Bereich locker über die Seiten hängen, um ein Einreißen zu verhindern.

Die Vorbereitung der nächsten Gartensaison

Am Ende der Gartensaison wird das Hochbeet komplett abgeerntet. Umgraben ist nicht notwendig, jedoch kannst Du den Boden auflockern.

Da die Schichtbefüllung eines Hochbeetes pro Jahr 10 bis 20 Zentimeter zusammensinkt, bringst Du im Herbst Laub, unfertigen Kompost oder Mist auf und lässt das Beet bis zur nächsten Gartensaison ruhen.

Erst im Frühjahr schüttest Du die vollständige Füllhöhe mit abgelagertem Kompost oder hochwertiger Erde auf.

Hochbeete aus Kunststoff, Stein und Metall werden mit Wasser gereinigt.

Holzkonstruktionen müssen angeschliffen und mit Lasur behandelt werden.

Wie lange kannst Du Dein Hochbeet nutzen?

Je nach Größe des Hochbeet-Bausatzes haben sich nach vier bis sieben Jahren die organischen Substanzen weitestgehend zersetzt und ihre Nährstoffe an die Pflanzen abgegeben.

Du erkennst es am sinkenden Ernteertrag und musst die Beetfüllung nach dem oben beschriebenen Prinzip erneuern. Die Schutzfolie muss, wenn nötig, ebenfalls ausgetauscht und der Zustand der Ungeziefersperre überprüft werden.

Die alte Erde kannst Du als Humus in ebenerdigen Beeten oder unter Hecken verteilen.

Doch bis dahin liegen viele Gartenjahre vor Dir, in denen Du mit reichlich Kräutern, Gemüse oder Blumen belohnt wirst.

Eine Gartenkultur mit Hochbeeten zu wählen heißt, sich für körperschonende Gartenarbeit und ertragsreicheren Anbau zu entscheiden.