Rasen Vertikutieren? Wann & Wozu?

Rasen vertikutieren
Rasen vertikutieren

Jedes Frühjahr aufs Neue nehmen unzählige Hobbygärtner den Kampf um ihren Rasen auf. Steht doch der Rasen als Inbegriff des heimischen Ziergartens wie keine andere Pflanze für Ordnung und Ruhe in der Gartengestaltung. Ein gepflegter und gleichmäßiger Rasen symbolisiert Kraft, altbewährte Tradition und erfolgreiches Gärtnern.

Eine mittlerweile bei der Masse der Hobbygärtner angekommene Methode der Rasenpflege ist das so genannte Vertikutieren. Doch was hat es damit überhaupt auf sich und wann lohnt der Griff zum Vertikutierer? Diese und weitere Fragen rund um das Vertikutieren sollen im Folgenden geklärt werden.

Was ist Vertikutieren? – Was bringt es?

Der Begriff des Vertikutierens kommt ursprünglich aus dem englischsprachigen Raum und setzt sich aus „vertical“ für senkrecht und „cut“ für Schnitt zusammen. Damit ist der wesentliche Vorgang des Vertikutierens bereits umfassend erläutert.

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Der Vorgang des Vertikutierens

Heute gängige Vertikutierer ähneln optisch einem Rasenmäher. An Stelle des horizontal rotierenden Messers verfügen sie über eine vertikal drehende Walze, die über eine Vielzahl kurzer Messer verfügt. Diese Messer schneiden beim Vertikutieren mit kurzen Schnitten senkrecht in die Grasnarbe ein.

Die gewünschten Effekte von diesen Einschnitten sind folgende:

  • Zum einen soll der im Laufe der Zeit durch Unkraut und im Rasen verbliebenen Rasenschnitt entstandene Filz aus dem Bewuchs der gesunden Graspflanzen entfernt werden. Hierzu gehört neben den Grasschnittrückständen ganz wesentlich auch das Moos, welches als dichter Teppich in kurzer Zeit den eigentlichen Rasen verdrängen kann.
  • Als zweiter Effekt soll das bestehende Wurzelwerk mitsamt der umgebenden Erde perforiert und somit belüftet werden. Die zusätzliche Sauerstoffzufuhr zu den Wurzeln kommt einem vermehrten Wachstum der Gräser zu Gute.

Die Vorteile des Vertikutierens

Der große Vorteil heutiger Vertikutierer liegt in der erzielten Schnittdichte und der vergleichsweise hohen Arbeitstiefe. Beides kann mit manuellen Methoden zur Filzentfernung und Belüftung nicht durchgängig erreicht werden. Für ein gleichmäßiges Wuchsbild der Rasenfläche ist aber eine gleichmäßige Durchführung aller Arbeitsgänge, so auch des Vertikutierens, unerlässlich. Andernfalls führen Stellen hoher Durchlüftung und Bereiche geringerer Durchlüftung rasch zu unterschiedlichem Wuchs und letztendlich einer heterogenen Erscheinung des Rasens.

Die richtige Zeit für das Vertikutieren

Der ideale Zeitpunkt zum vertikutieren ist im Frühjahr, bevor das eigentliche Pflanzenwachstum wieder einsetzt. Erfolgt das Vertikutieren dagegen zu spät, haben die Gräser bereits mit dem Austreiben des feinen Wurzelgespinsts begonnen, welches dann durch die rotierenden Messer stark geschädigt oder gänzlich zerstört wird. Als Folge leiden die Pflanzen unter einer erschwerten Nährstoffaufnahme in Verbindung mit einem erhöhten Energiebedarf zum erneuten Austrieb von Wurzeln.

Weiterhin kann der Filz durch einen niedrigen Rasenbewuchs logischerweise einfacher entfernt werden, wie durch einen bereits ausgetriebenen und so verdichteten Bewuchs. Im Umkehrschluss sind vor dem Austrieb zumindest weniger Schäden an den Gräsern zu erwarten, wenn das Vertikutieren vor der Wuchsphase stattfindet.

Zuletzt heißt Vertikutieren vor der Wuchsphase des Rasens auch gleichzeitig, Vertikutieren vor der Wuchsphase der Moose. Diese lassen sich erheblich einfacher entfernen, wenn der nachwinterliche Austrieb der Wurzeln noch nicht begonnen hat.

Diese Dinge sollten beim Vertikutieren beachtet werden

Neben dem richtigen Zeitpunkt für den Vertikutiervorgang sind einige andere Dinge zu beachten, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten.

  • Zuallererst bedarf der Rasen eines gewissen Alters, um das Vertikutieren ohne bleibende Schädigungen zu überstehen. Ist der Rasen zu jung, sind die Pflanzen noch nicht ausreichend fest verwurzelt und werden mitsamt Filz und Moos aus dem Boden gezogen.
  • Wird der Rasen vor dem Einsatz des Vertikutierers mäßig gewässert, weicht die obere Bodenschicht auf und gibt insbesondere die darin verwurzelten Moose leichter frei. Als Nebeneffekt hat das Gerät mit etwas weicherem Boden weniger zu kämpfen und die erzielbare Arbeitstiefe wird optimal ausgenutzt.
  • Nach dem Vertikutieren sollte der Rasen unbedingt mit einem Langzeitdünger versehen und bei Bedarf erneut gegossen werden. Selbst intakte und gut verwurzelte Gräser leider unter den Einschnitten in das Wurzelwerk, so dass Dünger und Wasser das Nährstoffangebot verbessern und gleichzeitig das Wachstum der in Mitleidenschaft gezogenen Pflanzen anregt.

Generell ist der Rasen unmittelbar nach dem Vertikutieren wieder betretbar. Um dem beeinträchtigten Rasen aber genügend Zeit zur Erholung zu bieten, sollte auf eine intensive Bespielung für die folgenden Tage verzichtet werden.

Fazit – effektive Rasenpflege durch Vertikutieren

Vertikutieren kann eine effektive Maßnahme sein, um seinem Rasen die nötige Luft zum Atmen zu verschaffen. Zum richtigen Zeitpunkt und mit der richtigen Vor- und Nachbereitung versehen, erhält der Rasen mehr Sauerstoff, mehr Raum für Wachstum und wird in seiner Entwicklung angeregt. Gleichzeitig werden lästige Moose zurückgedrängt und im Wachstum gehemmt.

Allerdings stellt Vertikutieren auch immer eine Belastung für den Rasen dar, so dass unbedingt vor der Ausführung geprüft werden sollte, ob die erhofften Effekte auch tatsächlich durch den Arbeitsgang erreicht werden. Zum Beispiel kann ein brauner Rasen tatsächlich ein Anzeichen für eine mangelnde Belüftung sein. Andererseits bestehen unzählige weitere Ursachen, bei deren Vorliegen Vertikutieren sogar den gegenteiligen Effekt einer nachhaltigen Rasenschädigung haben kann.

Zusammengefasst sollte also nur dann vertikutiert werden, wenn Bewässerung und Nährstoffversorgung ausreichend vorhanden sind und der Zeitpunkt richtig gewählt ist.

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